HAB UND GUT

30. Juni – 7. September 2012

Gabriele Rothemann

Eröffnung am 29. Juni 2012, 19 Uhr

 

Gabriele Rothemann, „Hab und Gut N° 8“, 2012
Radiographie auf Röntgenfilm, 99,1 x 212,5 cm

„Schlangenmosaik II“, 2012
Silbergelatineabzug auf Barytpapier, § 131,5 cm

 

In der Einzelausstellung Hab und Gut von Gabriele Rothemann werden zwei große neue Werkblöcke der Künstlerin erstmals im FOTO-RAUM der Sammlerin Andra Spallart ausgestellt.

Das gleichnamige Projekt Hab und Gut zeigt einen Container, in dem viele Gegenstände wie bei einem Umzug gestapelt und in Anlehnung an die Containerröntgenaufnahmen der Überseehäfen radiografiert wurden. Die großformatigen Röntgenfilme (99 x 212,5 cm) sind im weitesten Sinne „Archivbilder“. Sie stehen für das Lebensgefühl der überall geforderten Mobilität, der Notwendigkeit des Einpackens des gesamten Hab und Guts und dem Neubeginn mit den aus dem gewohnten Kontext genommenen Dingen an einem neuen, meist unbekanntem Ort.

Die fünf Tondi Schlangenmosaik I-V, Fotografien auf Barytpapier, entstanden mit Hilfe komplexer analoger Entwicklungsverfahren.

„Was sich zunächst als linear und flächig darstellt, erweist sich auf den zweiten Blick als atmendes Subjekt, das seine Vitalität und akute sensorische Wahrnehmung vor allem in den züngelnden Schlangenköpfen offenbart. Was sich rational nur auf einer horizontalen Fläche ereignen kann, ist hier mit divinatorischer Geste um 90 Grad gekippt und auf die Wand projiziert. Sehgewohnheiten sind außer Kraft gesetzt, Plastizität und Tiefenräumlichkeit schwer zu fokussieren.“ (Sebastian Schütze)

 

 
Ausstellungsansichten

Fotos: Jorit Aust

 

Ausstellungsbegleiter